Stop REC

Performance

Stop REC

Georg Schuetz 2004

...""Vor der Absperrung auf der südlichen Seite der Severinstrasse recken Studenten der Kunsthochschule für Medien Plakate in die Höhe: "Stop REC". Bloss keine Foto- und Filmaufnahmen. Die könnten das Bauwerk zum Einsturz bringen.. "Wir protestieren damit gegen das Festplatten-Vollmachen, gegen die digitale Bilderflut", sagt Georg Schuetz und grinst. "Alle stehen hier mit ihren Kameras und warten darauf, das etwas passiert. Aber im Grunde passiert ja nichts. Es ist alles eine mediale Inszenierung."""...
Kölner Stadtanzeiger, vom 1.Oktober 2004

Die physische Gewalt von Medienunternehmungen soll erforscht werden. Dazu werden Transparente und Schilder mit dem Slogan „stop REC“ gefertigt. Diese werden dann von Schauspielern in der Öffentlichkeit, vorzugsweise im Blickfeld von Reportage-teams, eingebracht. Arbeitende Kamerateams werden in ihrer Arbeit gestört, möglicherweise unwiederbringliche Einstellungen durch die sichtbar zu schau gestellten Transparente verändert. Werden die Agenten durch Repression am Anwesendsein gehindert? Greifen Sicherheitsdienste ein oder agieren die Medienteams in Eigenregie?

Argumentation der Agenten

Die Agenten sind verschlossen und wortkart, verhalten sich möglichst unspektakulär und bieten somit wenig ins-Bild setzbare. Sie sind zu keiner Stellungnahme „vor der Kamera“ bereit, verlangen zuvor eine Abschaltung der Aufzeichnungsgeräte. Sie sind gegen eine zunehmende Medialisierung und Aufzeichnung der Momente.